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Crowdinvesting und die deutsche Skepsis

Crowdinvesting und die deutsche Skepsis

Auf crowdinvestor24.de setzt sich Prof. Dr. Ralf Beck von der FH Dortmund in einem längeren Beitrag mit den Risiken des Crowdinvestings auseinander und kommt zu dem Schluss, dass bisher in der deutschen Medienberichterstattung mehr schwarzgemalt wird als angebracht wäre. Zusammengefasst führt Beck dafür vier Argumente an:

Warum Crowdinvesting besser ist als sein Ruf

  1. Entgegen typischer Ausfallerwartungen von 50% der Gründungen und mehr sind bis dato unter den per Crowdinvesting finanzierten Unternehmen noch keine Ausfälle zu verzeichnen, d.h. noch keines dieser Unternehmen ist in die Insolvenz gegangen. Einschränkend gilt jedoch – der Markt ist noch sehr jung und selbstverständlich lassen sich Ausfälle für die Zukunft nicht ausschließen.
  2. Die Ausfallquoten herkömmlicher Startups können nicht für über Crowdinvesting finanzierte Startups zu Grunde gelegt werden:

    a) Jedes Geschäftsmodell muss beim Crowdinvesting zunächst einen zweistufigen Selektionsprozess durchlaufen: Erstens durch die Plattform, die sehr genau prüft, wen sie auf ihre Seite lässt, und zweitens durch die Crowd. Die oft zitierte Schwarmintelligenz ist als Prüfinstanz nicht zu unterschätzen – Viele potenzielle Investoren mit unterschiedlichen Vorbildungen und Interessen schätzen die Erfolgswahrscheinlichkeit der Geschäftsidee ein und sprechen ihr dann entweder durch Investition ihr Vertrauen aus, oder eben nicht.

    b) Die Kapitalisierung der durch Crowdinvesting finanzierten Unternehmen ist robuster als die herkömmlicher Startups, da sie in der Regel mit einer stärkeren Kapitaldecke starten, die sie auch in die Lage versetzt, Durststrecken zu überstehen.

    c) Das Risiko, dass die Gründer ihr Vorhaben aufgeben, ist geringer, da sie eine moralische Verantwortung gegenüber einer großen Gruppe von Menschen spüren, die ihnen durch ihre Investition das Vertrauen ausgesprochen haben.

    d) Investoren einer Crowdinvesting-Kampagne sprechen im Freundes- und Bekanntenkreis über ihre Investition und werden so zu Unterstützern und Multiplikatoren und tragen direkt zum Geschäftserfolg bei.

    e) Die Plattformen verschaffen den Kampagnen zusätzliche Reichweite im Internet und bewerben sie zusätzlich noch in anderen Kanälen wie etwa Facebook und Twitter. Dadurch entsteht ein erheblicher zusätzlicher Werbeeffekt, der den Gründern wieder zu Gute kommt.
  3. Mit dem Geschäftsmodell der Venture Capital Branche gibt es keine nennenswerten Überschneidungen. Eher ergibt sich eine ideale Ergänzung, da die VC-Investoren häufig erst in einem späteren Abschnitt des Startup-Lebenszyklus aktiv werden. Teilweise entscheiden sich die Kampagnenstarter aufgrund der Bedingungen sogar bewusst gegen die Beteiligung eines VC an ihrem Unternehmen.
  4. Erhöhte Chancen gehen mit erhöhten Risiken einher und Ausfälle lassen sich für die Zukunft nicht ausschließen. Beck fordert daher, dass Investoren zukünftig stärker als bislang in einer Art „Beipackzettel“ umfassend und nachvollziehbar über Risiken und Abläufe aufgeklärt werden.

Ein Beteiligungsprospekt als Beipackzettel

Wir von FUNDSTERS teilen die Einschätzungen von Herrn Prof. Dr. Beck und sind überzeugt, gerade im Bereich der Aufklärung von Investoren und der Transparenz sehr gut aufgestellt zu sein. Denn mit unserem BaFin-gebilligten Beteiligungsprospekt haben wir genau diesen Beipackzettel bereits realisiert.
Wir haben vor unserem eigenen Start fast ein Jahr lang sehr intensiv an unserem Konzept gearbeitet - mit dem Anspruch, das robusteste Beteiligungsmodell im Markt bieten zu können. Aus diesem Grund arbeitet FUNDSTERS von Beginn an mit einem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten Beteiligungsprospekt. Dieses ermöglicht es bei größtmöglichem Anlegerschutz, Kampagnen von über 100.000 € zu realisieren. Für die Kampagnenstarter bedeutet dies: Sie können höhere Summen einsammeln, ohne sich um ein eigenes Prospekt bemühen zu müssen, das schnell mehr als 50.000 Euro und viel Zeit kostet. Das den Startups über FUNDSTERS zufließende Kapital stellt handelsrechtlich und schuldrechtlich Eigenkapital dar und stärkt damit die Eigenkapitalbasis der Unternehmen. Für die Investoren hat das Prospekt den Vorteil, dass sie umfassend über alle mit der Geldanlage verbundenen Risiken sowie alle relevanten Hintergründe und Abläufe informiert werden und für ihre Geldanlage sehr hohe Betreuungs- und Sicherheitsstandards gelten. Somit bietet FUNDSTERS den Investoren die attraktiven Renditechancen einer Investition in junge Unternehmen bei einer im Markt einmaligen Risikotransparenz.

Ein weiterer Vorteil unseres Modells kommt im Falle von Übernahmegesprächen mit Großinvestoren zum Tragen. Wie reale Beispiele belegen, schrecken Venture Capital Investoren häufig von der Übernahme eines Startups zurück, das über Crowdinvesting finanziert wurde. Grund ist die Vielzahl an Einzelverträgen, die mit den Mikroinvestoren bestehen. Im FUNDSTERS-Modell wird allerdings über eine Sammelstelle – die FUNDSTERS Venture Capital – investiert. Dadurch hat das Unternehmen lediglich einen Vertrag mit FUNDSTERS. Sollte es nun zu Übernahmeverhandlungen kommen, müssen die Beteiligten lediglich mit einer Partei Gespräche führen, die stellvertretend für die Gruppe der Investoren sprechen kann.

Sofern die Bedingungen darauf abgestimmt sind, schließen sich Venture Capital und Crowdinvesting also nicht gegenseitig aus, sondern stellen sich ergänzende Lösungen für die verschiedenen Phasen der Lebenszyklen von Unternehmen dar.

Crowdinvesting bietet einen völlig neuartigen Zugang zu Investitionen in junge Unternehmen. Herkömmliche Interessenskonflikte zwischen Finanzvertrieben und Kapitalanlegern können vollständig aufgelöst werden, wenn zwei Voraussetzungen durch das Beteiligungsmodell der Crowdinvesting-Plattform gewährleistet sind:

  • Die Plattform wird für die gesamte Dauer einer Investition Vertragspartner für die finanzierten Unternehmen und teilnehmenden Investoren.
  • Die Vergütung der Plattform hängt ausschließlich vom Zustandekommen und Erfolg der Investition ab.

Nur so verfolgen alle Beteiligten die gleichen Ziele und Investoren erhalten eine optimale Betreuung. Aus Sicht einer Plattform können wir die Einschätzung von Prof. Dr. Beck daher nur unterstreichen.

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