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Gründerinterview LEXVISORS

Gründerinterview LEXVISORS

Am 27.05.2014 ist unsere jüngste Kampagne „Lexvisors“ online gegangen. Kurz nach dem Kampagnen-Start hatten wir die Möglichkeit, Sergio Aragón, Gründer und CEO von Lexvisors, zum Unternehmen und den Hintergründen zu interviewen.

FUNDSTERS: Hallo Sergio, schön, dass du dir die Zeit genommen hast, uns einige Fragen zu beantworten, damit unsere Investoren euch ein wenig besser kennenlernen können. Von einem früheren Gespräch ist mir im Kopf geblieben, dass ihr gesagt habt, ihr wollt mit eurem Unternehmen die Rechtsbranche quasi revolutionieren. Beschreib doch für unsere Leser kurz, was eure Vision ist und wie euer Geschäftsmodell im Einzelnen aussieht.

Sergio:Unsere Vision ist es, Rechtsberatung für jedermann zugänglich zu machen. Heutzutage meiden viele Menschen Rechtsanwälte ganz nach dem Motto: „Alles was mit Rechtsberatung zu tun hat, bedeutet eine Katastrophe.“ Rechtsanwälte werden immer wieder als letzte Rettung betrachtet und nur dann kontaktiert, wenn die Sache schon schief gelaufen ist. Die Gründe dafür sind die hohen Anwaltskosten sowie die mangelnde Transparenz der Rechtsdienstleistungen.

Aber lass mich versuchen unsere Idee an zwei anderen Beispielen näher zu verdeutlichen.

Der Lufttransport galt beispielsweise aufgrund von Flugangst über Jahrzehnte hinweg als ein weniger beliebtes Transportmittel. Erst mit dem Siegeszug von Billig-Airlines wie South West, Ryan Air und Easy Jet nahm die Anzahl der Menschen, die an Flugangst leiden, rapide ab und mehr und mehr Menschen fingen an, sich mit dem Flugzeug fortzubewegen. Auch der Gesundheitssektor bietet einen ähnlichen Vergleich. Die durchschnittliche Anzahl der ärztlichen Untersuchungen in den USA beläuft sich auf vier pro Jahr, was deutlich unter dem OECD-Durchschnitt (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) von jährlich 6 Untersuchungen liegt. In Japan beispielsweise liegt der Durchschnitt bei 13 Untersuchungen pro Jahr. Das bedeutet aber nicht, dass Amerikaner gesünder seien als Japaner, sondern vielmehr, dass Japaner einen besseren und einfacheren Zugang zum Sozialversicherungssystem haben.

Unser Geschäftsmodell versucht, durch innovative technische Lösungen und Transparenz die Angst vor der Inanspruchnahme von Rechtsdienstleistungen zu minimieren, sowie die Kosten hierfür zu senken und so die Rechtsbranche zu revolutionieren. Genau wie Easy Jet oder Skype ihre Branchen revolutioniert haben.

FUNDSTERS: Du hast bei renommierten Unternehmen wie Yahoo! und XING gearbeitet und hast langjährige Erfahrung als Firmenanwalt. Was war deine Motivation, dich selbstständig zu machen?

Sergio:Ich habe gern bei großen Unternehmen gearbeitet und bin kein Mensch, der unbedingt der „Corporate World“ entkommen wollte. Meine Hauptmotivation war und ist meine beiden Leidenschaften - Recht und Technologie - miteinander zu verbinden.

FUNDSTERS: Wie kamst du auf die Idee, Lexvisor zu gründen?

Sergio:Zu Beginn meiner Karriere als Rechtsanwalt war ich bei verschiedenen Rechtsanwaltskanzleien tätig. Üblicherweise gehörte es zu meinen Aufgaben, neue Mandanten für die jeweilige Kanzlei zu akquirieren. Damals hatte ich bereits erste Berührungspunkte mit den Ineffizienzen des Rechtssektors. Hierzu gehören die eingeschränkten Möglichkeiten unsere Dienstleistungen zu vermarkten, die ungerechte Verteilung der Umsätze zwischen kleinen Kanzleien und Großkanzleien, sowie mangelhafte Lösungsmöglichkeiten zur Gewinnung von Interessenten. Ich habe damals nicht verstanden, wieso viele unserer potenziellen Mandanten unsere Honorare für zu hoch angesehen haben. Doch dann hat sich das Blatt gewendet, da ich als Country Manager eines Berliner Startups ein sehr kleines Budget für Produkt, Marketing, usw. zur Verfügung hatte – und somit auch kein großer Spielraum für Anwaltskosten bestand. Meine anwaltlichen Kenntnisse waren damals sehr hilfreich, um herauszufiltern, welche Aufgaben ohne anwaltlichen Beistand durchgeführt werden konnten und so habe ich viel Geld für das Startup sparen können. Leider hat nicht jeder diese Möglichkeit. Deswegen habe ich Lexvisors gegründet.

FUNDSTERS: Wie genau schafft ihr es, Low-Cost-Rechtsberatung für jedermann sicherzustellen, wenn der durchschnittliche Stundensatz von Rechtanwälten normal 182€ beträgt?

Sergio:Wir ermöglichen dies durch eine Kombination von Do-it-yourself-Lösungen für einfache Rechtsfragen und exklusiven Rabatten von Top-Anwälten für komplexere Rechtsangelegenheiten.

Es ist bekannt, dass viele einfache Situationen ohne anwaltlichen Beistand gelöst werden könnten. Jedoch benötigen die Ratsuchenden auch hierfür eine professionelle und vertrauenswürdige Anleitung, um zu wissen, welche die passende Lösung für die aktuelle Angelegenheit ist und um die gesetzlichen Mindestanforderungen zu verstehen. Unsere maßgeschneiderten Rechtsdokumente können einen Großteil dieser Fälle sehr gut abdecken.

Für anspruchsvollere Situationen verhandeln wir exklusive Nachlässe mit ausgewählten Rechtsanwälten unseres Netzwerks. Dabei ist Lexvisors die einzige Plattform ihrer Art, die völlig kostenlos für Rechtsexperten ist. Auf diese Weise werden großzügige Ermäßigungen und Qualitätsservice für unsere User möglich gemacht.

FUNDSTERS: Euer Unternehmen besteht jetzt seit 2013. Welche Erfolge könnt ihr bereits vorweisen?

Sergio:Unser erster Erfolg war es, eine Seed-Finanzierungsrunde abzuschließen, um unser Produkt zu entwickeln. Wir haben insgesamt 85.000 € gesammelt, um eine dreischichtige Anwendung aufzubauen, das richtige Team zu finden und die ersten Kunden zu gewinnen. Besonders schwierig war es, die ersten Rechtsanwälte von unserem Modell zu überzeugen, da nicht jeder Anwalt mit unserer Festpreis-Struktur und exklusiven Rabatten arbeiten wollte. Inzwischen haben wir jedoch Kooperationen mit über 70 Rechtsanwaltskanzleien im Großraum Berlin abgeschlossen, über 400 Kostenvoranschläge wurden veröffentlicht und mehr als 130 Rechtsgeschäfte wurden über Lexvisors geschlossen.

FUNDSTERS: Warum sollte ein Investor in euch investieren?

Sergio:Wir haben viel Zeit und einen wesentlichen Teil unserer finanziellen Ressourcen in die technische Entwicklung der Plattform investiert. Dabei haben wir uns für eine Programmiersprache entschieden, die uns höchste Flexibilität und Geschwindigkeit bietet und es möglich macht, unsere Webseite reaktiv an die Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen. Klar haben wir noch viel hinsichtlich der Optimierung der Benutzeroberfläche und der Nutzererfahrungen zu tun, aber die Arbeit im Backend der Website ist schon mal erledigt.

Lexvisors deckt von einfachen Rechtsfragen bis hin zu komplexen Rechtsgeschäften alle rechtlichen Angelegenheiten ab und das gibt uns Zugang zu einem adressierbaren Markt von ca. 48 Mio. Ratsuchenden in Deutschland. Die Rechtsbranche ist gleichzeitig eine sehr attraktive Branche mit wenigen Schwankungen und einer stabilen Wachstumsrate.

Unser Team ist unser wertvollstes Kapital. Wir verfügen über die richtigen Fähigkeiten und Qualifikationen, um unser Business Modell voranzubringen. Stefanie beispielsweise bringt viel juristische Erfahrung für die Internet Branche als Legal Counsel mit, die sie durch Tätigkeiten u.a. beim Axel Springer Konzern und der ProSiebenSat1 Media Gruppe erworben hat. Lioba hat Vertriebs- und Marketing-Lösungen für Tech Companies verkauft. Ich selbst war mehrere Jahren als Corporate Lawyer tätig und im Anschluss als Business Development Manager für Internet-Konzerne wie XING und Yahoo!. Schließlich haben wir zwei Top-Berater an Bord: Fabian Westerheide, der bereits Team Europe bei der Gründung des ersten Berliner Venture Capital Unternehmens - Point Nine Capital - unterstütze, sowie Max Renneberg, der über einen juristischen Hintergrund und vielfältige Erfahrungen als Serial Entrepreneur verfügt.

FUNDSTERS: Was sollte die Crowd unbedingt über euch Wissen?

Sergio:Wir haben sichere Jobs und die damit verbundenen corporate benefits hinter uns gelassen, um innovative Lösungen zu finden, wie man juristische Dienstleistungen für jedermann zugänglich machen kann. Das ist unsere Leidenschaft, daran glauben wir.

>>>Hier geht's direkt zur Kampagne

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