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Gründerinterview mit Arno Meyer zu Küingdorf von Die Kochmamsell GmbH über das aktuelle Crowdinvesting

Gründerinterview mit Arno Meyer zu Küingdorf von Die Kochmamsell GmbH über das aktuelle Crowdinvesting

FUNDSTERS: Wie kam es zur Idee für Die Kochmamsell?

Die Idee entstand bereits im März 2012: Mein Kollege Norman war abends hungrig, saß in Berlin-Mitte vor dem Rechner und suchte im Netz nach Rezepten. Er hatte in den letzten Wochen immer mal wieder über Lösungen nachgedacht, wie man das Kochen mit dem Einkaufen verbinden könnte – denn auch er kennt das altbekannte Problem: Hat man ein Rezept und läuft los, muss man oft in mehrere Läden und die aktuellen Sonderangebote werden in den Rezepten nicht berücksichtigt. Gemeinsam mit seiner Freundin Johanna sponn er die Idee, wie man diese Herausforderung lösen könnte, weiter. Was bräuchte man also? Und wäre es nicht super, wenn man das dann alles auf dem Handy hätte? Rezepte, Produkte, aktuelle Sonderangebote und zugehörige Supermärkte?

Norman sondierte daraufhin den Markt: Welche Angebote gibt es bereits? Wie ist es mit den Angeboten der Discounter? Gibt es da einen Markt? Johanna war es, die letztendlich die eine, passende Idee hatte: Warum nicht eine App entwickeln, in der Nutzer sich den Supermarkt ihrer Wahl aussuchen können? Zu diesem bekäme der Nutzer dann täglich drei sortimentsbezogene Rezepte mit Preisen, Einkaufslisten und dem jeweiligen Rezept dazu. Und die jeweiligen Angebote würden in die Einkaufslisten und Rezepte eingepreist. Eine knappe Stunde später wurde die Idee für Die Kochmamsell zu Papier gebracht!

FUNDSTERS: Beschreiben Sie bitte kurz das Angebot von Die Kochmamsell und was es von anderen Anbietern abhebt.

Die Kochmamsell ist eine kostenlose App, die eine Frage beantwortet, die sich sehr viele Menschen Tag für Tag stellen: Was koche ich heute nur? Als redaktionelles Empfehlungssystem gibt die Kochmamsell dem Nutzer tagesaktuelle, saisonale Rezepttipps, wie er schnell, einfach und praktikabel aus den Produkten seines Lebensmittelmarktes ein gutes Essen zubereiten kann. Zurzeit umfasst die App bereits Rezepte für die sieben großen Discounter in Deutschland, den Kaisers Berlin und den ersten Biomarkt, – die viv Biofrischemärkte Berlin.

Die Idee der Kochmamsell ist es, den Menschen den bewussten Umgang mit Lebensmitteln immer wieder neu nahezubringen und zu zeigen, dass man auch ohne Fertigprodukte einfach und lecker kochen kann. Natürlich haben wir uns vor Entwicklung der App den Markt intensiv angeschaut: Es gibt sehr viele Koch-Apps, sowohl NoName-Apps als auch auf bekannten Marken beruhende Apps. Und nahezu jeder Supermarkt hat ebenfalls eine eigene App, teils auch mit Rezepten. Auffallen tut aber zweierlei: Sehr viele der Apps sind mit Funktionen überfrachtet und einen wirklichen Mehrwert bieten diese Apps alle nicht. Selbst Rezepte, die in Apps von Discountern angeboten werden, arbeiten oft mit Zutaten, die es in den Märkten des Discounters gar nicht zu kaufen gibt.

Nach dem ersten Scannen des Marktes mussten wir also - ebenso verblüfft wie erfreut - feststellen, dass unser Konzept bisher von niemandem so umgesetzt wurde. Die Sonderangebote der jeweiligen Discounter, die tagesaktuell in die Rezepte einfließen, machen das Angebot der Kochmamsell natürlich schön ‚rund‘ – wobei das Entscheidende der kreative Content ist. Festzuhalten ist also: Die Kochmamsell ist in dieser Form einzigartig am Markt!

FUNDSTERS: Warum haben Sie sich für die Finanzierung der Expansion für ein Crowdinvesting entschieden?

Um langfristig als ernsthafter Marktteilnehmer in der Lebensmittelbranche wahrgenommen zu werden, müssen wir den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter ausbauen. Hierfür haben wir uns entschieden, frisches Geld aufzunehmen. Venture Capital schied dabei als Finanzierungsoption für uns von vornherein aus, weil eine rein zahlenfokussierte Ausrichtung für die Entwicklung der Kochmamsell unseren Vorstellungen widerspricht. Der engen Verbindung zu unseren Nutzern sollte auch bei der Monetarisierung Rechnung getragen werden, so dass für uns nur ein Crowdinvesting infrage kam.

Wir haben mit allen relevanten Crowdfunding-Plattformen gesprochen – das Feedback von FUNDSTERS war sehr positiv und konkret zugleich. Da es hier um Beteiligungen geht, sollte man gründlich überlegen, mit wem man zusammenarbeitet. Ein intensiver Austausch hat beide Seiten davon überzeugt, den richtigen Partner gefunden zu haben.

FUNDSTERS: Was sind die Pläne für Die Kochmamsell für die nächsten fünf Jahre?

Zuerst einmal geht es darum, etwas zu schaffen, das dem Nutzer seinen Alltag erleichtert und das ihm konkret etwas bringt. Im nächsten Schritt gilt es das auszubauen, um ein homogenes Abbild des Marktes zu schaffen – mit Vollsortimentern, Discountern und Bioläden. Der unmittelbare Zugang zum Kunden ist etwas, was in dieser Form nur wir den Lebensmittelmärkten bieten können, und ein wertvolles Asset für die Kochmamsell.

Unser Geschäftsmodell wird auf verschiedenen Füßen stehen: Nach der ersten Etablierung, die jetzt abgeschlossen ist, werden weitere Märkte kostenpflichtig in die App integriert, der bereits erstellte Content (rund 1500 Rezepte) wird im Web verfügbar gemacht. Die App wird kontinuierlich weiter entwickelt werden und mittelfristig werden wir einen eigenen Webshop mit ausgewählten Produkten aufzubauen.

Wir beginnen jetzt, gut 10 Monate nach dem Launch der iPhone-App, erste Umsätze zu generieren. Im Jahr 2014 werden wir sicherlich einen ordentlichen Umsatzsprung machen. In den Jahren darauf gehen wir von einem Umsatzwachstum von 30 – 50% aus.

Herzlichen Dank für das Interview!

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