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Wiwo-Artikel „Im Schwarm in die Pleite“ – ein Kommentar

Am 05.05.2014 veröffentlichte die Wirtschaftwoche einen Artikel mit der Überschrift „Im Schwarm in die Pleite“, der sich inhaltlich mit dem Thema Crowdinvesting und seinen Risiken beschäftigt. Zur Veranschaulichung der Branche werden einer unserer Wettbewerber sowie eines seiner Startups herangezogen.

Ebenso wie bei der kürzlich erschienenen TV-Reportage über FUNDSTERS im WDR freuen wir uns, wenn die Medien sich mit Crowdinvesting auseinandersetzen – gerne auch kritisch. Im Falle der Wirtschaftswoche greift der Artikel aber insoweit zu kurz, als dass er insbesondere durch seine Beispiele wichtige Aspekte des Themas nicht beleuchtet und dass sich die geäußerte Kritik nicht universell auf alle Crowdinvesting-Plattformen übertragen lässt. Daher möchten wir die wesentlichen Punkten im Folgenden kurz aufgreifen:

Keine Kontrolle durch die Finanzaufsicht?

Zu Beginn der Crowdinvesting-Ära in Deutschland wurden über die meisten Plattformen stille Beteiligungen oder Genussrechte angeboten. Bei einem Finanzbedarf von mehr als 100.000 Euro ergab sich daraus allerdings ein Problem. Ab diesem Wert ist nämlich ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligtes Verkaufsprospekt gesetzlich vorgeschrieben. Dieses Dokument enthält Informationen über die Art, den Gegenstand und die Risiken einer Vermögensanlage. Die Erstellung eines solchen Prospekts ist allerdings sehr kostenintensiv. So schreibt Stephan Dörner im Blog des Wallstreet Journal richtig: „Da aber die Erstellung eines Vermögensanlagen-Verkaufsprospekts in der Regel mehrere zehntausend Euro kostet, lohnt es sich für Unternehmen, die sich über die Crowd finanzieren wollen, …nicht“.

Mit dem Erfolg des Crowdinvestings wurde das 100.000-Euro-Korsett schnell zu eng und wie der Autor Michael Pfeil in der Wirtschaftswoche richtig schreibt, setzen daher Teile der Branche auf das partiarische Nachrangdarlehen, um die Kosten für die Prospekterstellung zu umgehen. Das taten aber nicht alle!

Von Anfang an hat FUNDSTERS auf ein Modell gesetzt, dass nicht auf Ausnahmetatbeständen beruht. So haben wir bereits ein Jahr vor unserem Start begonnen unser Beteiligungsmodell zu erarbeiten, denn wir sind der Meinung, dass insbesondere Privatinvestoren Sicherheit und Transparenz benötigen. Dazu gehört für uns auch, sich im Sinne eines nachhaltigen Geschäftsmodells nicht bewusst der Aufsicht durch die Behörden zu entziehen.

Bei uns werden sämtliche Investitionen in der FUNDSTERS Venture Capital GmbH (FUNDSTERS VC) gebündelt und in einer Summe und mit einem Vertrag in das jeweilige Startup investiert. Die FUNDSTERS VC verfügt über ein von der BaFin geprüftes und gebilligtes Verkaufsprospekt, wodurch die Startups den Aufwand und die Kosten für die Erstellung eines eigenen Prospekts sparen und Crowdinvestings über 100.000 Euro problemlos möglich werden.

Die Crowd profitiert nicht von der Unternehmenswertsteigerung?

Bei Investitionen mit Wagniskapital, zu denen wir Investitionen in Startups und junge Unternehmen zählen, ist es die Steigerung des Unternehmenswertes, die aller Wahrscheinlichkeit nach für den Großteil der Rendite sorgt. Das heißt, dass nicht die laufenden Erträge der Anlage allein entscheidend sind, sondern vielmehr der Ertrag bei einem Verkauf der Beteiligung. Da der Investor bei FUNDSTERS über seine stille Beteiligung unbegrenzt an den Wertsteigerungen des jeweiligen Unternehmens teilnimmt, ist ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis gewahrt. In Abgrenzung dazu ist bei einem partiarischen Darlehen in der Regel im Falle eines Verkaufs der sog. „Equity Kicker“ begrenzt. Dieser wird nur schuldrechtlich auf der Basis von bestimmten Unternehmenskennzahlen virtuell gebildet und eben begrenzt. Diese Begrenzung hat finanzregulatorischen Hintergrund, da sonst kein Darlehen vorläge und die Emission unter das VermAnlG fallen, also die Prospektpflicht greifen würde. Wir empfinden diese Begrenzung der Rendite allerdings als unfair, da sie das Risiko einer Wagnisinvestition nicht rechtfertigt. Daher haben wir uns entschieden unser Modell auf atypisch stillen Beteiligungen im Rahmen der bestehenden Regulierungsanforderungen zu begründen, auch wenn dies für FUNDSTERS einen nicht unerheblichen Kostenaufwand bedeutet.

Lästiger Schwarm?

Plattformen, die Crowdinvesting mittels partiarischen Darlehen anbieten, sind in der Regel als Vermittler tätig und somit nach erfolgter Finanzierung nicht mehr vertraglich mit dem Unternehmen verbunden. FUNDSTERS hingegen ist durch die direkte Beteiligung über die FUNDSTERS VC dauerhaft als Vertragspartei und Vertreter des Schwarms eingebunden. Wir agieren darüber hinaus im Sinne unserer Investoren ähnlich einem Inkubator und begleiten die Unternehmen mit Rat und Tat für die gesamte Dauer der Beteiligung, idealerweise bis zu einem erfolgreichen Verkauf der Beteiligungsansprüche an einen nachfolgenden Investor oder zurück an die Gründer. In einem solchen Falle führt FUNDSTERS im Kreise der beteiligten Schwarminvestoren eine Abstimmung durch, die über das Angebot entscheidet. Die Zustimmung gilt nur als erteilt, wenn drei Viertel der abgegebenen Stimmen dafür sind. Durch dieses Verfahren werden wir in die Lage versetzt, stellvertretend für den Investorenkreis zu sprechen und seine Rechte in Verhandlungen mit Nachfolgeinvestoren wahrzunehmen. Des Weiteren stehen wir den Investoren während der gesamten Zeit als erster Ansprechpartner zur Verfügung und kümmern uns um Fragen, Ausschüttungen, Versteuerung und Reportings. Insgesamt ist FUNDSTERS dadurch ebenso wie unsere Investoren mehr an einem erfolgreichen Unternehmen als an einer erfolgreichen Crowdinvestingkampagne interessiert.

Intransparenz bei Vertragsgestaltung und Bewertung?

Bei FUNDSTERS haben die Investoren die Möglichkeit bereits vor ihrer Investition sämtliche Verträge und Prospekte auf unserer Plattform einzusehen. Bei jeglichen Fragen, können sie sich auch gerne direkt an uns wenden und wir werden diese in einem persönlichen Gespräch beantworten.

Was die Unternehmensbewertung angeht, so erfolgt diese grundsätzlich durch das Unternehmen selbst auf Basis gängiger Bewertungsansätze. Parallel erstellt FUNDSTERS auf Basis von Zahlen, Methodik und qualitativer Faktoren ebenfalls eine eigene Einschätzung. Liegt die Bewertung des Gründerteams außerhalb unserer eigenen Bewertungsbandbreite, lehnen wir die Finanzierung ab. Natürlich besteht grundsätzlich bei der Bewertung von Anlageobjekte das Risiko von Fehleinschätzungen und -entscheidungen. Dieses Problem ergibt sich jedoch nicht aus dem Crowdinvesting, sondern besteht seither und ist ein allgemeiner Sachverhalt, zu dem in der Betriebswirtschaftslehre die unterschiedlichsten Meinungen herrschen.

Einseitiges Risiko für Investoren

Investitionsentscheidungen werden typischer Weise durch drei Hauptkriterien determiniert, deren Gewichtung individuell variiert. Wie lange ist mein Kapital gebunden? Was erhalte ich zurück? Wie hoch ist das Risiko alles zu verlieren?

Crowdinvesting ist jedoch mehr als eine reine Investitionsentscheidung. Crowdinvesting ist Innovation. Crowdinvesting ermöglicht Wirtschaftswachstum, das ansonsten nicht stattfinden würde. Crowdinvesting kombiniert unternehmerisches Denken, Risikobereitschaft, Leistungsorientierung, aber auch soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit und Gemeinschaftssinn.

Natürlich können wir als Plattform Investoren keine Rendite garantieren und erst recht können wir nicht ausschließen, dass eine Insolvenz auch eines unserer Unternehmen ereilt. Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt letztendlich ja auch nicht von uns, sondern allein vom Startup und den äußeren Bedingungen ab.

Was wir allerdings garantieren können, ist, dass wir Qualität und Zufriedenheit der Investoren und Startups einen sehr hohen Stellenwert beimessen. Qualität bedeutet dabei für uns jedoch nicht, dass etwas risikofrei ist. Sondern vielmehr, dass unser Beteiligungsmodell den gesetzlichen Regelungen entspricht und dass wir die mit Crowdinvesting verbundenen Chancen und Risiken transparent und zielgruppengerecht darstellen. So betonen wir beispielsweise immer wieder, dass sich Crowdinvesting nicht für die Altersvorsorge eignet. Laut einer Studie der KfW scheitert jedes 3 Unternehmen in den ersten 3 Geschäftsjahren – unabhängig davon, wie es finanziert wurde. Rein rechnerisch ist es daher unmöglich anzunehmen, dass keines der in Deutschland über Crowdinvesting finanzierten Startups in die Insolvenz gehen wird. Daher sollte es eigentlich nicht verwundern, dass auch die ersten Crowdinvesting-Startups betroffen sind.

Wir sind der Überzeugung, dass FUNDSTERS insgesamt ein Produkt anbietet, dass für alle Beteiligten ein Höchstmaß an Chancen, Sicherheit und Transparenz bietet, was uns auch immer wieder von unabhängigen Stellen bestätigt wird. So zuletzt in der Neuauflage des Branchenbuchs „Crowdinvesting – Die Investition der Vielen“ von Prof. Dr. Beck von der FH Dortmund: „FUNDSTERS verfügt über das beste Beteiligungsmodell, denn es erlaubt die 100.000-Euro-Hürde je Projektfinanzierung zu überspringen, ohne dass bei etwaigen störenden Gesetzesänderungen, die das Crowdinvesting betreffen, eine Umstrukturierung des Modelles erforderlich würde.“

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